Kunst für Herz und Bauch

synchronbacken15 Rosen aus Hefeteig

Hefeteig ist jetzt wohl doch mein Freund

#synchronbacken März 2017

Danke Sandra,

dass du zusammen mit Zorra dieses Rezept für Zimtschnecken aus Hefeteig vorgeschlagen hast.

Denn ohne Eigenlob kann ich sagen, dass Rührteige, Biskuit oder Käsekuchen in jedweder Art mir echt leicht von der Hand gehen. Ihr wißt schon: wer lesen kann, der kann auch backen.

Aber Hefeteig, oh oh oh. Da hab ich Regatt vor.

Einer der Gründe, warum ich so gerne beim Synchronbacken mitmache: Da beschäftigst du dich nochmal ganz anders mit der Materie und hast die Möglichkeit, dich mit den anderen, die mitmachen, in Echtzeit auszutauschen.

So auch dieses Mal. Das Rezept stammt ursprünglich von King Arthur Flour. Ich habe es dann noch etwas abgewandelt und die zwei Eier durch Quark ersetzt. Und bei mir sind es keine Schnecken sondern Rosen aus Hefeteig, in der 12er Muffinform gebacken.

Das Besondere an diesem Zimtschnecken/Rosen-Rezept ist der Tangzhong. Tangzhong ist quasi ein gekochter Vorteig aus Mehl, Milch und Wasser.

Rezept #synchronbacken 19. März 2017
Weiche Zimtschnecken nach King Arthur, Rezept reicht für: 24 Zimtschnecken

Zutaten

Tangzhong (kann am Vorabend vorbereitet und luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt werden)
● 70 g Wasser
● 70 g Vollmilch
● 30 g Weizenmehl Type 550

Teig (für Übernachtgare nur ½ der Hefe nehmen)
● 500 g Mehl
● 1 3/4 TL Salz
● 1 EL Trockenhefe oder 21 g Frischhefe
● 170 g Milch, lauwarm
● 4 EL Quark
● 85 g geschmolzene Butter

Füllung
● 70 g brauner Zucker
● 70g weißer Zucker Zimt
● 4 TL gemahlener Zimt

Icing (optional)
● 230 g Puderzucker
● 1 Prise Salz
● 30 g Butter, geschmolzene
● Vanillemark aus einer halben Schote
● 30 – 45 g Vollmilch oder Sahne (soviel dass ein streichfähiges Frosting entsteht)
Zubereitung
Alle Zutaten für den Tangzhong verrühre ich in einem kleinen Topf mit einem Schneebesen. Bei mittlerer Hitze rühre ich solange, bis sich die Mehlmasse breiartig wird und sich brizzelnd vom Topfboden löst.

Die Mehlmasse fülle ich in die Metallschüssel meiner Küchenmaschine und lasse sie etwas abkühlen. Die restliche Zutaten für den Teig gebe ich zum  Tangzhong, vermische ihn mit der Hand und lasse ihn 20 Minuten ruhen lassen.

Nach den 20 Minuten den Teig – von Hand (10 Minuten) oder mit der Küchenmaschine ca. 6 Minuten auskneten. So entsteht ein glatter, elastischer etwas klebriger Teig. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel abgedeckt 60-90 Minuten gehen lassen. Das Volumen muss sich dabei etwas vergrößern, aber nicht unbedingt verdoppeln.
Für die Füllung Zucker und Zimt gut vermischen.

Für die Hefe-Röschen habe ich den Teig in zwei Teile geteilt und jeweils auf ca 30cm*40 cm ausgerollt. Ganz viele Kreise habe ich mit einem runden Ausstecher (ca 5cm Durchmesser) ausgestochen und dann immer drei überlappend zusammengerollt. Diese Rolle wird mit einem scharfen Messer nochmal in der Mitte durchgeschnitten. Von diesen halben Rollenrosen passen bei mir drei in eine Muffinform. Der Mathematiker erkennt sofort: Für 2 Muffinförmchen braucht es 6 halbe Rosen-Rollen.

Laut Rezept soll das ganze nochmal 45 Minuten gehen. Die Kerlchen haben bis nachmittags abgedeckt im Kühlschrank zugebracht und wurden dann nochmal in etwa einer Stunde abgedeckt wieder auf Zimmertemperatur gebracht.

Währenddessen heißt der Ofen auf 180°C vor. Die Röschen backen dann etwa 20 Minuten.

Das Icing habe ich während dessen aus der Flüssigkeit, dem Vanillemark und Puderzucker zusammengerührt. Die Konsistenz ist so wie von zimmerwarmen Frischkäse und wird einem Löffel über die noch warmen Hefeteilchen getrichen.

Das ist natürlich schon eine ziemlich süße Angelegenheit. Aber dadurch, dass die Teilchen an sich kaum Zucker haben, passt das.

Die Zimtschnecken noch lauwarm servieren. Die Heferöschen lassen sich bestimmt für ein paar Tage bei Raumtemperatur lagern oder für 1 Monat einfrieren. Als ob davon was übrig bleiben würde….

Und jetzt muss ich sagen, der Tangzhong hat gemacht, dass ich dem Hefeteig nicht mehr so abgeneigt gegenüberstehe. Ich wage sogar zu behaupten, das könnte eine zarte Freundschaft werden.

In diesem Sinne,

Alles Feine,

Eure Käthe



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